Fachbereich Informatik (Wilhelm-Schickard-Institut)

Kognitionswissenschaft (Master)

Zielgruppe

Der Studiengang ist für Bachelorabsolventen mit einem überdurchschnittlichen kognitionswissenschaftlichen oder vergleichbaren Abschluss geeignet. Außerdem sollte ein klares Interesse an aktuellen Forschungsfragen der Kognitionswissenschaft vorhanden sein; dazu gehören u.a. Fragen zur Wahrnehmung, Motorik, Lernen, Gedächtnis, Problemlösen, Denken und Sprache. Neben den reinen Forschungsfragen ist aber auch das Interesse an der Anwendung von kognitionswissenschaftlichem Wissen von Relevanz. Wichtige Voraussetzungen sind gute Englischkenntnisse sowie ausreichendes Hintergrundwissen zumindest in den Kernfächern der Kognitionswissenschaften: Psychologie und Informatik.

Studieninhalte

Im Masterstudiengang Kognitionswissenschaft gibt es auf Grund der Breite des Fächerangebots aus (a) der Kognitiven Informatik, (b) den Kognitive Neurowissenschaften, (c) der Kognitionspsychologie und (d) der Linguistik und der Philosophie eine Vielfalt an Wahlmöglichkeiten. Nur mindestens jeweils 12 Leistungspunkte (LP) müssen aus den vier Themenbereichen abgedeckt werden. Insgesamt müssen 120 LP erbracht werden. Die anderen LP können thematisch frei verteilt werden. Der genaue Studienverlauf richtet sich somit nach den jeweiligen Neigungen und Interessen der Studierenden. Durch den fortwährenden Kontakt mit aktiven Wissenschaftlern und die aktive Mitarbeit in mehreren Laboren werden die Studierenden im grundlagen- und anwendungsorientiertem Forschen trainiert und direkt an aktuelle kognitionswissenschaftliche Fragestellungen herangeführt.

Studienziele

Ziel der Ausbildung zum MSc Kognitionswissenschaft ist die Vermittlung breit angelegter Grundlagen bezüglich der Anwendungsgebiete, bezüglich der theoretischen Methoden zur Problemlösung und bezüglich der praktischen Anwendung dieser Methoden. Das Studium der Kognitionswissenschaft bereitet auf die berufliche Praxis in der Kognitionswissenschaft und verwandten (Teil-) Disziplinen vor, schult aber auch die interdisziplinäre Arbeit und den effektiven Wissens- und Expertisenaustausch über traditionelle Fächergrenzen hinweg. Der Masterabschluss befähigt somit sowohl zum weiterführendem Studium (Promotion) und einer wissenschaftlichen Karriere als auch zur Einnahme einer interdisziplinären Schlüsselstellung in verschiedenen Berufen.

Berufsfelder und Perspektiven

Berufliche Perspektiven eröffnen sich sowohl in der weiterführenden Grundlagenforschung als auch in der Anwendung. Anwendungsgebiete umfassen den medizinisch-klinischen Bereich, die Informationstechnologie, die Autoindustrie, die Robotik und die Hochtechnologie im Allgemeinen. Aber auch die innovative Produktentwicklung, Wissenschaftsmanagement und Wissenschaftsjournalismus sind potentielle Berufsfelder. Konkrete Beispiele sind die kognitive Ergonomie, die Kommunikationsberatung, Multimedia und E-Learning, die Mensch-Maschine-Schnittstelle, die Bedienbarkeit von Maschinen, die User-Interface-Optimierung, das Design und die Entwicklung von effektiver Software oder auch die Entwicklung und Programmierung von Servicerobotern und von High-Tech-Prothesen.

 Weitere Information im WWW:

http://www.gk-ev.de

http://plato.stanford.edu/entries/cognitive-science

http://cognitivesciencesociety.org

http://de.wikipedia.org/wiki/Kognitionswissenschaft

http://en.wikipedia.org/wiki/Cognitive_science